ARITIKEL

Mittwoch, 18. Dezember 2019

Ein ausgefallenes Familienbaumhaus

Dass Leute das 13 m2-Haus als Erholungsort für ihren Urlaub buchen wollen, ist für Charles Swindler die Bestätigung seiner Arbeit. Im Moment ist das Baumhaus jedoch nicht zu vermieten, denn Swindler hat es extra für seine Enkel gebaut. Charles gibt zu, dass das Baumhaus wohl größer ausgefallen ist, als es sich die meisten Enkel zu träumen wagen, aber er würde es nun nicht mehr anders wollen.
Innerhalb von einem Jahr hat Charles das Baumhaus ganz allein aus Ponderosa-Kiefernstämmen erbaut, die im Rahmen von Brandschutzmaßnahmen vom Forstamt entfernt worden waren. Die Balken, das Gefüge, die Verkleidung, die Schindeln, die Dacheindeckung und die Dielen hat er allesamt auf seiner LT15 gesägt. Für die Innenverkleidung verwendete er zugekauftes Zedernholz.
8,5 m über dem Boden hängend ist das Baumhaus bewusst so konstruiert, dass sich durch die ungewöhnlichen Winkel eine interessante Wahrnehmung ergibt. „Ich wollte kein rechteckiges Haus“, sagt Charles. „Ich wollte eine interessante Optik erschaffen.“ Das Baumhaus ist mit seinem Zugang über eine Hängebrücke ein echter Hingucker. Es beherbergt einen freistehenden Kamin, eine Komposttoilette, einen Dachboden und ein Waschbecken zum Waschen. Das Haus ist mit Ankerschrauben von 46 x 2,5 cm Durchmesser an lebenden Bäumen verankert. An den Balken von 12,7 x 30 x 850 cm sind Balkenschuhe angeschraubt, wobei an jedem der vier Hauptbalken Bodenbalken befestigt sind. Für die Stülpschalung des Baumhauses wurden die Schindeln an der Vorderseite keilförmig gesägt.
Laut Charles war die LT15 das wichtigste Werkzeug beim Bau des Baumhauses für seine Enkel. „Wäre es von einem Baumhausbaumeister gebaut worden, wäre es wahrscheinlich 100.000 $ wert“, meint Charles. „Tatsächlich stecken etwa 12.000 $ an Material drin.“ Hohe Kostenpunkte, wie das Balkengerüst, die Träger und die Verschalung, konnte Charles nahezu kostenfrei selbst herstellen.
Die Kostenersparnis ist nur ein Vorteil, den Charles durch seine Säge nutzen kann. Die Säge habe er nun seit 8 Jahren und sie laufe noch wie am ersten Tag, so Charles. „Es ist ein fantastisches Gefühl, das Holz von unserem Grundstück nutzen zu können und etwas einzigartiges zu bauen“, sagt er. „Unser Haupthaus war der Grund, weswegen ich die Säge gekauft habe und alle Balken des Hauses habe ich hier auf dem Grundstück gesägt. Ich bekomme viele Komplimente für das Haus.“ Charles meint, die Säge war eine großartige Investition für ihn und auch für seine Enkel.
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